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Selbstverteidigung und Reaktion


Durch das Karatetraining gewinnt man eine bessere Kontrolle über den eigenen Körper und steigert das Selbstvertrauen. Wie Statistiken beweisen, fallen selbstsichere Menschen viel seltener Aggressionen zum Opfer. Auch das Reaktionsvermögen wird ständig geschult und somit verbessert. Dies wirkt sich zum einen auf alltägliche Bereiche des Lebens positiv aus (zum Beispiel im Strassenverkehr), zum anderen werden Abwehren und andere Techniken, durch das regelmässige Üben, in Notsituationen automatisch abgerufen.


Konzentration und Disziplin

Jede/r Anfänger/in lernt zunächst einzelne Grundtechniken sauber auszuführen, um später in Kombinationen und Partnerübungen, wo diese angewendet werden, Angriff und Abwehr realistisch zu simulieren, ohne sich dabei zu verletzen. Dies erfordert höchste Konzentration und viel Selbstdisziplin.


Gesundheit und Charakterbildung

Karate hält Sie bis ins hohe Alter fit und munter, da der Kreislauf angetrieben und die gesamte Muskulatur beansprucht wird. Regelmässiges Training erweitert die persönlichen Grenzen der Beweglichkeit und der Gelenkigkeit. Zudem bringt das Karate eine Lebensphilosophie mit, welche die Charakterbildung positiv beeinflussen kann.

 

Was ist Karate?

Das Wort "Karate" bedeutet aus dem Japanischen übersetzt "leere Hand". Diese Kampfsportart wird inhaltlich also durch waffenlose Techniken charakterisiert. Es beinhaltet demnach hauptsächlich Schlag-, Tritt- und Blocktechniken. Aber auch Hebel, Würfe, Würgegriffe und Nervenpunkttechniken werden gelehrt. Disziplin, Kondition, Beweglichkeit und Belastbarkeit sowie Konzentration und Schnellkraft sind gefragt.

 

Trainingsaufbau

Die Faszination der traditionellen Kampfkunst liegt in der Schulung von Körper und Geist. Karate hat neben dem körperlichen Aspekt auch das Training des Geistes und Charakters respektive der inneren Einstellung zu tun. Das Karatetraining baut schliesslich auf drei grossen Säulen auf, dem Kihon, dem Kumite und der Kata.

Kihon

Das Wort "Kihon" bedeutet "Grundlage". Es ist die Grundschule des Karate und stellt somit die Basis dieser Kampfkunst dar. Sie beinhaltet sämtliche elementare Techniken (Stände, Angriffe, Abwehrtechniken). Das Ziel ist solche in einer Kampfsituation reflexartig abrufen zu können, was viel Übung erfordert. Zum Zweck der Automatisierung werden sie daher immer wiederholt. Was häufig fälschlicherweise als stures Auswendiglernen gesehen wird, erfordert zur korrekten Ausführung jedoch ein gutes Verständnis. Das Zerlegen der einzelnen Bewegungsabläufe in ihre Bestandteile erleichtert das Erlangen des Verständnisses und somit die Optimierung der Ausführung. In unserem Training ist es somit wichtig zu vermitteln, dass jede noch so kleine Bewegung, sei dies auch "nur" das Eindrehen einer Faust oder das leichte Beugen eines Knies, ihren Sinn und ihre Aufgabe hat. Nur so kann auf den grundlegenden Techniken aufgebaut werden.

Kata

Die Kata ist eine bestimmte Abfolge von Grundtechniken. Sie stellt eine Übungsform gegen imaginäre Gegner dar und setzt elementare Techniken aus der Grundschule (Kihon) zusammen. Eine Kata repräsentiert sozusagen das gesamte Repertoire eines Karatekas. Dementsprechend erlernt ein Schüler mit jeder erlangten Stufe auch eine neue Kata. Wie schon im Kihon gibt es auch hier unterschiedliche Arten der Ausführung. Der Karateka kann sich bsp. auf das Zusammenspiel der An- und Entspannung einzelner Muskeln konzentrieren, oder auch auf die Schnelligkeit oder Kraft, mit der er die Techniken ausführt. Die sogenannten Bunkais stellen Anwendungen einzelner Sequenzen einer solchen Kata mit einem Gegner dar. Sie sind das Bindeglied zwischen Kihon rsp. Katas und dem Kumite, d.h. der Theorie und der Praxis. Die Weiterführung davon bildet dann die Kata Renzoku (gesamte Technikabfolge der Kata wird auf einer Linie mit einem Gegner ausgeführt). Je höher die Stufe, desto mehr Varianten sind denkbar.

Kumite

Das Wort "Kumite" bedeutet übersetzt "verbundene Hände" und stellt den Freikampf im Karatetraining dar. Voraussetzung für den Kampf mit einem (oder mehreren) Gegner(n) ist das richtige Verständnis und das ausreichende Einüben der elementaren Techniken aus der Grundschule. Das Kumite soll schliesslich reale Selbstverteidiungssituationen simulieren. Bei diesen wird somit oftmals kurz vor dem Ziel gestoppt. Die Schläge werden häufig nur angedeutet (vor allem in Kopfregion). Das erfordert extreme Körperbeherrschung. Deshalb lehren jeweilige Meister dem Schüler oft nur jene Techniken, die einfach auszuführen und leicht kontrollierbar sind. Techniken, die in einer realen Kampfsituation Verwendung finden würden, werden meistens als "unsportlich" bzw. "schwer kontrollierbar" eingestuft. Dadurch werden einige Karatetechniken von vielen Trainern kaum oder auch gar nicht mehr gelehrt. An unserer Karateschule werden jedoch auch solche Techniken erlernt. Im Sportkarate ist der Freikampf (Kumite) ausserdem Bestandteil der Wettkämpfe.